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Entstehung der Pyramiden

Pyramiden

Die ältesten Bauwerke der Menschheit

Die Pyramiden von Ägypten zählen zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Etwa hundert dieser eindrucksvollen Zeugnisse der ägyptischen Hochkultur haben die Jahrtausende überdauert, von der 60 Meter hohen Pyramide von Sakkara bis zur mächtigen Cheopspyramide, die mit einer Höhe von ursprünglich 147 Metern bis ins 14. Jahrhundert unübertroffen blieb. Bis heute bietet die Frage, wie diese monumentalen Bauwerke entstanden und welche Funktion sie erfüllten, Anlass für Spekulationen und Verschwörungstheorien. Archäologische Funde legen nahe, dass einige der monumentalen Bauwerke als letzte Ruhestätte bedeutender Pharaonen dienten und ihre Form eine Treppe in den Himmel symbolisieren sollte.

Im Inneren befindet sich die Grabkammer

Das Innerste dieser Pyramiden, die Grabkammer, war meist nur durch ein verborgenes Gängesystem zu erreichen, in mehreren separaten Räumen befanden sich kostbare Grabbeigaben. Doch nicht alle Pyramiden wurden auf diese Weise genutzt; manche dienten der Machtdemonstration und dem Nachruhm ihres Erbauers.

Weltwunder der Antike

Neben der älteren Form der Stufenpyramide, wie sie auch in anderen Hochkulturen verbreitet war, entstanden in Ägypten mit Kalksteinplatten verkleidete Pyramiden, die ursprünglich eine glatte Oberfläche besaßen. Das 3. Jahrtausend vor Christus kann als Blütezeit des ägyptischen Pyramidenbaus gelten, deren krönenden Abschluss die Pyramiden von Gizeh, eines der Sieben Weltwunder der Antike, darstellten.

Bauzeiten einer Pyramide

Glaubt man den Aufzeichnungen des römischen Geschichtsschreibers Plinius aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, habe die Errichtung der Großen Pyramide des Cheops 78 Jahre Bauzeit und 360.000 Arbeiter in Anspruch genommen. Moderne Schätzungen gehen, inklusive der aufwändigen Vorarbeiten, von einer rund 30-jährigen Bauzeit aus. Zwischen 10.000 und 30.000 Menschen gleichzeitig sollen am Bau beteiligt gewesen sein. Entgegen früherer Annahmen handelte es sich dabei wohl nicht um Sklaven, sondern um gut bezahlte Arbeiter, die nahe der Baustelle in eigens errichteten Siedlungen untergebracht waren.

Die Bauweise der Pyramide

Das Baumaterial wurde meist mit Schiffen zum Bauplatz transportiert. Die exakt gehauenen Kalksteinquader stammten aus nahegelegenen Steinbrüchen, ihr Gewicht beträgt zwischen 2,5 und drei Tonnen. Manche der im Inneren verbauten Granitblöcke wiegen sogar 200 Tonnen. Einer weit verbreiteten Theorie zufolge waren es aus Sand aufgeschüttete Rampen, auf denen die Kalk- und Granitblöcke mithilfe hölzerner Schlitten an die Spitze des Bauwerks befördert wurden. Im Fall der größeren Pyramiden, die aus über zwei Millionen Quadern bestehen, wäre diese Technik allerdings mit einem gewaltigen logistischen Aufwand verbunden gewesen. Daher äußerten manche Wissenschaftler die Vermutung, den Ägyptern seien Maschinen und Geräte wie der Flaschenzug oder eine Vorform des Krans bereits bekannt gewesen.

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